Kieferorthopädie bei Kindern und Jugendlichen

Wann soll ich mein Kind beim Kieferorthopäden vorstellen?

Unser Wunsch ist es, möglichst früh Auffälligkeiten zu entdecken, die rechtzeitig mit oft einfachen Mitteln behandelt werden können, um eine spätere langwierige kieferorthopädische Behandlung zu vermeiden.

  • Die erste Vorstellung eines Kindes sollte demnach bereits im Alter von etwa 5 Jahren erfolgen, also vor dem Eintritt in die Schule. Ein Augenmerk der Untersuchung wird dabei besonders auf die Sprachentwicklung, auf die korrekte Zungenruhelage, ein normales Schluckmuster und auf den Mundschluss mit entspannten Lippen gelegt. Auch bei massiven Zahnfehlstellungen kann in diesem Alter schon eine Frühbehandlung sinnvoll sein.
  • Ein zweiter Vorstellungszeitpunkt sollte im Alter von 9 bis 10 Jahren sein. In diesem Alter interessiert zu den oben genannten Muskelbefunden besonders, ob der Zahndurchbruch korrekt und in der richtigen Reihenfolge abläuft. Gerade die Eckzähne des Oberkiefers haben häufig Schwierigkeiten, sich richtig einzustellen und kommen zu spät oder gar nicht, was Zahnfehlstellungen zur Folge hat.
  • Gewöhnlich beginnt eine kieferorthopädische Behandlung jedoch mit 10 bis 11 Jahren. Zu dieser Zeit befindet sich das Kind in einer intensiven Wachstumsphase und körperliches Wachstum kann für die Behandlung genutzt und in die gewünschte Richtung gelenkt werden.

Welche Entwicklungen meines Kindes können durch Zahnfehlstellungen ungünstig beeinflusst werden?

  • Durch fehlstehende Zähne kann die normale Sprachentwicklung gestört sein.
  • Stehen die Schneidezähne nach vorne, ist oft ein normaler Lippenschluss nicht mehr möglich und die Atemwege werden übermäßig belastet. Häufige Erkältungen können die Folge sein.
  • Nach vorne stehende Frontzähne sind bei Stürzen stark unfallgefährdet.
  • Die Verdauung der aufgenommenen Speisen beginnt bereits im Mund. Fehlende Zahnkontakte verhindern den korrekten Kauvorgang im Mund. Dadurch kann es zu Magen-Darmproblemen kommen.